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Ripperger, Reinhold/ Der isolierte Damenbauer
Ripperger, Reinhold/ Der isolierte Damenbauer

CD-DVD-Box
(Chessbase, Hamburg 2003)


KLAPPENTEXT:

Ungezählt sind die Eröffnungen und Varianten, die in einer Stellung mit Damenbauernisolani münden. Diesem Positionstyp kann man nicht ausweichen, man muß ihn beherrschen. Reinhold Ripperger stellt die grundlegenden Techniken und Manöver vor. Stärken und Schwächen des Isolani werden in vielen klassischen Partien demonstriert. Der Autor meint: "Tatsache ist, daß in fast allen WM-Kämpfen Isolanistellungen eine bedeutende Rolle gespielt haben. Sich mit Isolanistellungen intensiv zu beschäftigen, macht nicht nur großen Spaß, es fördert sowohl das strategische Verständnis als auch das taktische Sehvermögen. Kurzum, es hebt die Spielstärke!"

Zur Datenbank gehört ein Strategieschlüssel, der einen gut strukturierten Zugriff auf das Partienmaterial erlaubt. Den einzelnen Themen ist jeweils ein Datenbanktext vorangestellt.

In einer weiteren Datenbank mit Trainingsfragen können Sie Ihre frisch erworbenen Kenntnisse im Kampf gegen die Uhr unter Beweis stellen.


REZENSION:

In Schach muss man die unverwüstlichen Themen kennen. Nicht selten steht so ein Evergreen in der d-Linie, herum. Und daran kann auch eine fleißige Produktionsfirma wie ChessBase nicht vorbei. Für 19,99 Euro bekommt man die Silberscheibe "Der isolierte Damenbauer" von Reinhold Ripperger mit 95 "umfangreich" kommentierten Partien, 17 Einführungstexten und einer Trainingsdatenbank mit 70 Partien. Hört sich werbetechnisch gut an, ist jedoch im Vergleich mit Alexander Baburins "Winning Pawn Structures" (Batsford, 1998, 256 Seiten) nicht so beeindruckend. Sein Buch bietet mit 110 Partien und Endspiel Stellungen bzw. mit drei thematischen Blöcken in 12 Kapiteln sowie 35 Trainingsstellungen quantitativ etwa gleich viel, aber seine Präsentation, Analysen und Zusammenfassungen sind ungleich systematischer und gründlicher. Ein weiteres Paperback "Isolated Pawn - Theory of Chess Middlegame" stammt auch aus dem Erfahrungsschatz der sowjetischen Schachschule. Mitte der 90er Jahre bereits erschien in englischer und deutscher Sprache ein in der Ukraine verlegtes Lehrbuch von Adrian Mikhalevski und Jaroslaw Srokowski (Intervest, 1995, 232 Seiten). Es umfasst 201 Übungen, aufgegliedert in 23 Kapitel. Beide Bücher bringen zudem eine zentrale Fragestellung, die bei Ripperger völlig unterbeleuchtet bleibt: Die Isolani-Schwäche im Endspiel. Solche Stellungen sind dadurch geprägt, dass mit zunehmenden Abtäuschen, die Seite mit dem Isolani einen Teil der Aktivität ihrer Figuren für die Deckung des "Einzelgängers" abzweigen muss. Häufig ist das Maß an Passivität ausschlaggebend für die Niederlage. Bei Baburin sind es 22 Beispiele und bei Mikhalevski/Srokowski 16 Beispiele, die zeigen, wie unterschiedliche Konstellationen von ein, zwei oder drei Figuren auf die Bauernstruktur einwirken. Baburins Kapitel ist besonders lesenswert, weil es zahlreiche englisch- und russischsprachige Quellen vergleicht bzw. teilweise korrigiert. Tauchen bei Ripperger einige längere Partien auf, so bleiben Erklärungen im Endspiel bloße Plattitüden mit geringem Lernwert (z. B. "Es ist für die Turnierpraxis zu empfehlen, immer darauf zu achten, ob es auf dem Brett ungedeckte Steine gibt." oder "Schwarz hat alle Hände voll zu tun, seine Schwächen zu verteidigen."). Überhaupt unterscheiden sich die drei Ansätze gravierend in der Art der Wissensvermittlung.


Analysen

Vlastimil Hort meinte einmal, dass "gut kommentierte Partien so selten wie die Edelpilze in den Wäldern sind". In seiner Revue "Begegnungen am Schachbrett - So spielen Profis" erinnert er an eine Anekdote: "Vor vielen Jahren bat ein Herausgeber den unvergessenen Akiba Rubinstein um einen Artikel über das Königsgambit. Etwa ein halbes Jahr später erschien Rubinstein in der Redaktion und hielt sechs handgeschriebene Seiten in der Hand. Das erschien dem Auftraggeber zu wenig, aber Rubinstein meinte nur: ,Die Ideen darin sind wichtig, und Sie bezahlen dafür den doppelten Seitenpreis!"' (Rau-Verlag 1984, S. 71) Ein Jahrhundert später ist es mit moderner Technik und einem Fundus von Millionen Partien sicher didaktisch leichter, Techniken und Manöver zu erklären, aber nicht immer walten Autoren mit gleicher Sorgfalt und Kompetenz. Die folgende Gegenüberstellung offenbart es. Vor exakt zwei Jahrzehnten spielten der damals 62-jährige Wassili Smyslow und sein 30 Jahre jüngerer Kontrahent, Zoltan Ribli aus Ungarn, darum, wer Garry Kasparow im Kandidatenfinale im Weg stehen sollte. Die vorentscheidende siebte Matchpartie besitzt heute den Status eines Klassikers. Doch die analytischen Darbietungen für den Lernwilligen können krasser nicht sein:

- Ripperger liefert bis zum 20. Zug, als die Partie bereits ihre grundlegende Phase hinter sich hat, drei magere Hinweise, die dem Lernenden nichts über den Isolani verraten. Vielmehr sind es allgemeine Feststellungen (Turm auf der 7. Reihe ist gut und Smyslow spielt einfach genial). Eine wenig relevante Variante garniert das. Über den Isolani und das Figurenspiel entlang dieser Bauernformation fehlen Erklärungen durchweg.

- Baburin bleibt in der Kommentierung seinem Buchkonzept treu. Er strebt danach, den "Fluss" der Partie zu erfassen. Seine Stellungseinschätzungen betrachten die Merkmale des gesamten Denkprozesses rund um die Bauernstruktur - was ist, was sein könnte, was darf nicht sein. Für das ganze Buch gilt: Besonders gelungen mischen sich neue Analysen mit Belegen aus wichtigen älteren Quellen - bisweilen auch aus in Westeuropa wenig bekannten russischen Veröffentlichungen. Ebenfalls instruktiv bilanzieren thematische Einführungen und Zusammenfassungen jedes Kapitel.

- Mikhalevski/Srokowski haben sich ganz dem Metier des Übungsbuchs verschrieben, d. h. keine ganzen Partien sondern Stellungen. Systematische Einleitungen und Resümees fehlen. Die Textteile zu den jeweiligen Positionen sind ausreichend; sie konzentrieren sich meist darauf, welche Felder, warum kontrolliert werden und wie das Zusammenspiel der Figuren ist oder sein kann. Gewünscht hätte man sich für das Selbststudium allerdings erkenntnisleitende Fragen.


Damengambit D 42 W. Smyslow - Z. Ribli
Analyse
[...]


Trainingsteil

Da sich die beiden ukrainischen Autoren mit Fragen an den Leser zurückhalten, kann unter dem Aspekt "Training durch Kontrollstellungen" nur die CD und das Baburin-Buch beurteilt werden. Auch im Trainingsteil gefällt das ChessBase-Produkt weniger. Die abgefragten Positionen beschränken sich auf Lösungssuche nach einzelnen Motiven (z. B. Druck der Figuren auf Diagonalen oder Linien, Turmüberführung über die dritte Reihe). Das Wort "Plan" hat in Rippergers Wortschatz Seltenheitswert. Entsprechend werden in Rubinsteins Sinne keine Ideen verständlich gemacht. Aussagen wie "Es ist ein Königsangriff möglich." oder "Der Vorstoß des isolierten Bauern ist nur dann möglich, wenn der Gegner das Blockadefeld nicht unter Kontrolle hat." sind zu trivial, als dass sich daraus viel für die Praxis lernen ließe. Der Lernende wird durch einen Parcours von Einzelentscheidungen geschickt. Das ist aber zu eindimensional, denn Stellungen sind häufig durch mehrere Charakteristika gekennzeichnet. Erst wer die abgearbeitet hat, kann wissen, welches Motiv ihm weiterhilft. Dieses Verständnis schult Rippergers Ansatz aber kaum. Die entgegengesetzte Philosophie der sowjetischen Lehrtradition basiert auf dem Erkennen der "großen Zusammenhänge" einer Stellung - anschließend kommt die schrittweise Durchführung. Auch wenn den Plänen der meisten Buchbeispiele konkrete, "kräftige" Züge voranstehen, erklärt Baburin schlüssiger, welche Mechanismen ineinander greifen (z. B. "Weiß sucht die Initiative, indem er die Unkoordiniertheit der schwarzen Figuren und die Grundlinienschwäche nutzt."). Außerdem spornt er seinen Leser auch an, - gerade mit dem Wissen des klassischen Schacherbes -Stellungen zu vergleichen (z. B. "Diese Stellung ist ziemlich ähnlich der aus Awerbach-Keres. Wie wir aus dieser Begegnung wissen, ist es in solchen Situationen für die Seite, die gegen den Isolani spielt, nicht passend, die Türme zu tauschen, solange der Gegner nicht eine weitere Schwäche hat."). Durch die umfangreichen Erklärungen in Form von Übersichten und der Demonstration von älteren und modernen Beispielen im Hauptteil hat Baburin im Übungsteil leichtes Spiel, seine Leser nicht nur zum Lösen zu animieren, sondern anzuregen, die Stellungen gegen Freunde auszuspielen.

Fazit

In der Bilanz haben die beiden Bücher klare Vorzüge gegenüber der CD - insbesondere weil sie das Thema unter allen Blickwinkeln, d. h. der Isolani in Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel betrachten. Die CD kann Novizen und Spielern bis maximal DWZ 1700 empfohlen werden - am Computer wird man höchstens mit den Anfangsgründen vertraut. Wer im Crash-Test Isolani-Stellungen pauken will, ist mit dem Werk von Mikhalevski/ Srokowski gut versorgt. Doch jeder, der die diffizilen Facetten des Isolani kennen lernen will, wird viele lehrreiche Gedanken aus dem Baburin-Buch saugen. Das Werk hat selbst für Fortgeschrittene die nicht zu unterschätzende Qualität, Wissen systematisch darzustellen. Es ist ein Buch, dass man ohne weiteres auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Eigentlich schade, dass ChessBase ihren früheren Mitarbeiter aus Irland nicht für eine CD über dieses edle Thema gewinnen konnte!

H. Fietz, Schachmagazin 64 17/2003


Auf der CD "Der isolierte Damenbauer" untersucht Reinhold Ripperger typische Strategien und Motive in Stellungen mit einem isolierten Damenbauer.

Dieser kann in vielen verschiedenen Eröffnungen in unterschiedlichen Konstellationen für Weiß und Schwarz entstehen, weshalb ein Studium dieses Stellungstyps eigentlich für jeden Schachspieler Sinn macht. Tarrasch meinte dazu übrigens: "Wer Angst hat, mit einem isolierten Bauern zu spielen, sollte mit Schach aufhören ".

Nach einer ersten Einführung folgt die Besprechung der verschiedenen Stellungstypen, die grob in folgende Kategorien unterteilt wurde:

a) d4 gegen e6 und g7 mit offener c-Linie
b) d4 gegen g6 und e7 mit offener c-Linie
c) d4 gegen c-Bauern mit offener e-Linie

In insgesamt 16 Texten werden dann jeweils wichtige Themen vorgestellt und anschließend in gut kommentierten Beispielpartien anschaulich vorgeführt. Dabei geht es unter anderem um den Angriff mit dem Damenisolani, Vorstoß des Isolani, Angriff am Königsflügel, Vorstoß des f-Bauern, Vereinfachung und Umbau der Bauernstruktur.

Immer wieder stößt man dabei auf zentrale Begriffe wie die Kontrolle von Feldern, Stützpunkte, Endspiel oder Blockadefeld.

Übrigen können Sie die jeweils gewünschten Partien bequem über den Strategieschlüssel aufrufen und studieren, so dass die CD sehr einfach zu handhaben ist.

Die 95 Partien sind wie gesagt schön kommentiert und sollten Sie so gut mit dem Thema Isolani vertraut machen, dass Sie anschließend noch die Trainingsdatenbank bewältigen können, in denen Sie 70 Partien mit Zugabfragen erwarten.

Schachmarkt 04/2003


deutsche Version

Systemvoraussetzungen:
Win95/98/2000/Me/XP
Pentium, 32 MB RAM, CD- oder DVD-Laufwerk



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Aktualisiert: 11.07.2004
Ripperger, Reinhold/ Der isolierte Damenbauer


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